Louisiana (Beiname: Pelican State), 128.595 qkm (das entspricht etwas mehr als einem Drittel der Größe Deutschlands),
rund 4,4 Mio Einwohner, Haupstadt: Baton Rouge, größte Stadt: New Orleans.
Jazz-Mann
Louisiana bedeutet feuchte Hitze, Mangroven, Sümpfe, viel Wasser, Herrenhäuser, Jazz -
kurzum, Louisiana ist mehr als eine Reise wert.

Swamp
Beginnen wir mit der Landschaft. Es ist wirklich faszinierend, mit dem Boot durch die Bayous und Swamps zu fahren, vorbei an Mangroven und Zypressen, von denen das Spanische Moos dicht herunterhängt und zwischen denen vielleicht gerade ein Alligator, eine Wasserschlange oder eine Otter auftaucht. Beste Gelegenheiten hierfür bietet die Gegend südwestlich von New Orleans, beispielsweise bei Houma, dem "Venedig Amerikas".

Kommt man von Norden her nach Louisiana, vielleicht von Natchez, Mississippi, und hat man die Hauptstadt Baton Rouge hinter sich gelassen, erreicht man die Gegend mit den wohl bekanntesten und auch schönsten Herrenhäusern des Bundesstaates:
  • Nottoway Plantation (bei White Castle)
  • Houmas House (bei Burnside)
  • Oak Alley (bei Vacherie).
Die einzigartige Eichenallee von Oak Alley, die zum Herrenhaus führt, lohnt allein die Reise nach Louisiana. Was Wunder, dass sie die Kulisse bildete für Filme wie "Vom Winde verweht" oder "Fackeln im Sturm".




New New Orleans - Luftaufnahme Orleans


New Orleans - French Quarter
Etwa 160 km von der Mississippi-Mündung im Golf von Mexiko entfernt liegt New Orleans, die heimliche Hauptstadt der Südstaaten und die Wiege des Jazz. Anziehungspunkt Nummer eins ist natürlich die Altstadt, das French Quarter, ein Viertel, das man in einem Spaziergang durchstreifen muss. Die pittoresken Häuser mit ihren Balkonen und eisernen Fassaden, dicht mit Topfpflanzen und anderem Grün bewachsen, prägen das Bild dieses Stadtteils.
Saxofon Und am Abend, bei kaum gesunkenen Temperaturen, und wenn die Neonlichter aufgeflammt sind, geht dort die Post ab. Insbesondere in der Bourbon Street, der bekanntesten Straße von New Orleans. In Lokalen, vor den Kneipen, in Innenhöfen - überall spielen Bands: Jazz, Dixieland, Ragtime, Blues, Soul. Cool bleiben kann man da eigentlich kaum mehr.

Weiteres Highlight der Stadt ist der Mississippi, der hier, gerechnet von der kanadischen Grenze, bereits 2.300 Meilen hinter sich hat. Mit einem Schaufelraddampfer ein paar Stunden auf dem Strom dahinzuschippern ist durchaus ein Erlebnis. Hinterher empfiehlt sich ein Spaziergang die Uferpromenade entlang, vielleicht mit einem Abstecher in die riesige Shopping-Mall. Zur Abrundung schließlich lohnt ein Besuch des spektakulären Aquarium of the Americas, das zu den größten Aquarien der Welt gehört.
Schaufelraddampfer

Weitere landschaftliche Highlights

Vor einer Sumpftour ins Reich der Alligatoren (siehe oben) kann man auch einen Abstecher auf den Bayou Lafourche wagen, eine nur wenig breite Wasserstraße, die zur Ferieninsel Grand Isle führt.

Schlussendlich sei noch, bevor es dann vielleicht in die nördlicheren Teile Louisianas geht, ein Besuch des Atchafalaya Basins empfohlen. Mich beeindruckte die Bootsfahrt durch dieses zu den größten Feuchtgebieten der USA zählenden, östlich von Lafayette gelegenen Areals, in dem auch andere Freizeitaktivitäten möglich sind. Einst bildete dieser Landstrich das Mündungsgebiet des Mississippi, bevor er seine Richtung nach Osten verlagerte.


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